07. Januar 2005 21:45

Kapitalanleger aufgepasst: 2005 wird nachgefragt!

von UE

Ihre Kapitaleinkünfte und Spekulationsgewinne sind 2005 für das Finanzamt ein offenes Buch. Mittels einer Jahresbescheinigung wird dann ein Abgleich mit Ihren erklärten Einkünften erfolgen.

Die neue Bestimmung im Einkommensteuergesetz hat es in sich: Schon für das Veranlagungsjahr 2004 hat Ihr Finanzamt die Möglichkeit, all Ihre Kapitaleinkünfte und Spekulationsgeschäfte detailliert und vollständig einzusehen. Ab dem 1.4.2005 kann das Finanzamt von Ihnen nämlich so genannte „Jahresbescheinigungen“ zur Vorlage verlangen. Eine solche Jahresbescheinigung müssen dann alle Banken und Sparkassen erstmalig für das Veranlagungsjahr 2004 nach amtlich vorgegebenem Muster erstellen.

Nur betriebliche Konten oder Depots befreit

Für jeden einzelnen Wertpapierkauf und -verkauf sind darin die erforderlichen Angaben gesondert aufzuführen. Selbst dann, wenn eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung vorhanden ist. Von der Erstellung der Jahresbescheinigung sind die Geldinstitute nur im Falle betrieblicher Konten oder Depots befreit.
Ab April nächsten Jahres hat also jeder Sachbearbeiter des Finanzamtes die Möglichkeit auch ohne begründeten Verdacht, über das Bundesamt für Finanzen zu erfragen, bei welchen Banken oder Sparkassen Sie ein Konto oder Depot führen. Das darf er aber erst, wenn ein Auskunftsersuchen an Sie nicht zum Ziel geführt hat oder keinen Erfolg verspricht.

Mit diesem Wissen kann er dann von Ihnen die entsprechenden Jahresbescheinigungen verlangen und einen Abgleich mit Ihren erklärten Kapitaleinkünften und Spekulationsgeschäften vornehmen.

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