07. Januar 2005 21:30

Schulnoten für Firmen – das Rating

von UE

Rating ist eine Methode zur Messung der Bonität von Firmen. Das Ergebnis eines Ratings wird anhand einer Tabelle aufgelistet und in ein Notensystem umgewandelt. Jede Bank kann sich dazu ein eigenes System schaffen.

So haben etwa die Sparkassen eine Gesamtnotenskala von 1 bis 18, die Genossenschaftsbanken von 1 bis 25. Note 1 stellt immer die Bestnote dar, Note 18 oder 25 die schlechteste. Die Benotungen der einzelnen Institute spiegeln die jeder Note zugeordnete Ausfallswahrscheinlichkeit des Kredits innerhalb der nächsten 12 Monate wider. Ihr Unternehmen wird von zwei verschiedenen Banken nur selten die gleiche Benotung erhalten. Ein Bankangestellter findet die Qualität des Managements gerade noch in Ordnung, ein anderer dagegen schwach. Sicher hat hier die „Chemie“ zwischen Kunde und Bank einen bedeutenden Einfluss.

Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Bank

Jeder Unternehmer hat natürlich ein Interesse daran, sein Rating zu verbessern. Zunächst sollte man sich dabei auf das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Bank konzentrieren. Durch frühzeitige und regelmäßige Einreichung von Unterlagen, durch Transparenz hinsichtlich Bewertungsfragen, Information über geplante Veränderungen, Verlässlichkeit bei getroffenen Vereinbarungen und durch persönlichen Kontakt wird es jedenfalls verbessert. Auch Banker schätzen einen Besuch mit persönlichen Erläuterungen mehr als das anonyme Zuschicken der Bilanz. Stimmen Sie mit der Bank ab, welche Unterlagen und in welchem Rhythmus diese benötigt werden. Informieren Sie über Erfolge, aber auch über Misserfolge. Kommen Sie bei einem kurzfristigen Liquiditätsengpass oder einem Finanzierungswunsch rechtzeitig auf Ihre Bank zu. Das zeigt Professionalität.

Professionelle Unternehmensführung

Eine professionelle Unternehmensführung ist ein weiterer Notenverbesserer. Dazu gehört ein funktionierendes unterjähriges Berichtswesen, die Organisation des Betriebsablaufs, ein funktionierendes Controlling und vernünftige Planung. Auch eine moderate Entnahmepolitik zur Steigerung einer gesunden Eigenkapitalbasis und die Sicherstellung der Unternehmensnachfolge zeigt Ihr professionelles Verhalten.
Sprechen Sie mit Ihrem Kundenbetreuer regelmäßig über Ihr Ratingprofil. Arbeiten Sie an jenen Punkten, die noch zu verbessern sind. Eine Vorbereitung auf das Ratinggespräch ist wichtig. Wir als Ihr Steuerberater wissen, was die Bank in Ihrem speziellen Fall benötigt, und wir beraten Sie gerne.

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