17. Juni 2013 11:00

Bei Hochwasserschäden den Fiskus mit ins Boot holen

von UE

Vielerorts sind infolge des Dauerregens in den vergangenen Tagen wieder Flüsse und Bäche über die Ufer getreten und haben zahlreiche Keller und Häuser unter Wasser gesetzt. Die angerichteten Schäden sind mitunter enorm und auch die finanziellen Folgen belaufen sich für die Betroffenen schnell auf mehrere tausend Euro.

Zwar sind Aufwendungen für Reparaturen am selbst genutzten Einfamilienhaus oder der selbst genutzten Wohnung nur sehr eingeschränkt steuerlich abzugsfähig. Sind den Betroffenen aber tatsächliche finanzielle Aufwendungen entstanden, können diese Beträge als außergewöhnliche Belastungen im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden. Ausgenommen hiervon sind bereits von der Versicherung erstattete Beträge. Auch muss der gesetzlich zumutbare Eigenanteil überschritten sein. Dieser ist abhängig von den gesamten Einkünften und liegt z. B. bei einer Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro bei 400 Euro.
Zur Geltendmachung sind daher alle in diesem Jahr anfallenden Belege, wie beispielsweise für Zahnersatz, Sehhilfen oder Ausgaben für Arzneimittel zu sammeln, um die außergewöhnlichen Belastungen möglichst „geballt“ in der Steuererklärung anzusetzen. Insoweit sind auch die Fahrtkosten zu Arztterminen oder zur Krankengymnastik berücksichtigungsfähig und sollten genau dokumentiert werden. Um alle Steuervorteile zu nutzen, lassen Sie sich von uns über weitere steuerliche Möglichkeiten beraten.

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