30. Oktober 2010 16:50

Alles über steuerliche Freigrenzen, Freibeträge, Pauschbeträge, Höchstbeträge

von UE

Freibetrag, Freigrenze, Pauschbetrag - das Steuerrecht verfügt über einen eigenen Wortschatz. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir die wichtigsten steuerlichen Freigrenzen/-beträge für Sie zusammengestellt.

Freigrenze und Freibetrag - wo ist der Unterschied?

Eine Freigrenze ist ein Betrag, der bei der Besteuerung nicht angesetzt wird, solange der Betrag nicht überschritten wird. Liegt der Betrag über der Freigrenze, so wird der Betrag allerdings voll angesetzt, nicht etwa anteilig. Eine Freigrenze ist im Gesetzeswortlaut an dem Wort "wenn" zu erkennen.

Beispiel: Laut Gesetz bleiben Gewinne aus Veräußerungsgeschäften steuerfrei, wenn sie weniger als 600 Euro im Kalenderjahr betragen.

Angenommen, Ihr Veräußerungsgewinn beträgt im Fall a) 400 Euro und im Fall b) 1.500 Euro.

Im Fall a) liegen die 400 Euro unter der Freigrenze, der Betrag wird also nicht angesetzt, er ist also steuerfrei. Im Fall b) dagegen liegen die 1.500 Euro über der Freigrenze, der Betrag wird voll angesetzt, er muss komplett versteuert werden.

Ein Freibetrag ist ein Betrag, der bei der Besteuerung immer frei bleibt; es liegt insoweit eine sachliche Steuerbefreiung vor. Ein Freibetrag ist im Gesetzeswortlaut u.a. an dem Wort "soweit" zu erkennen.

Steuerfreigrenzen, Freibeträge, Pauschbeträge, Höchstbeträge von A-Z

Abfindungen: ersatzlose Streichung des § 3 Nr. 9 EStG, Steuerfreiheit seit 2006 abgeschafft.

Alleinerziehende, siehe Entlastungsbetrag für Alleinerziehende.

Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG): Der Altersentlastungsbetrag betrug im Kalenderjahr 2005 40% des Arbeitslohns und der positiven Summe der Einkünfte, höchstens jedoch einen Betrag von 1.900 Euro. Bis zum Kalenderjahr 2040 wird der Altersentlastungsbetrag auf 0 Euro abgeschmolzen.

Altersheim, siehe Heim- bzw. Pflegeaufwendungen.

Altersvorsorgeaufwendungen: Seit 2010 ist die Abzugsfähigkeit der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge neu geregelt. Alle Aufwendungen für eine Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung auf sozialhilferechtlich gewährleistetem Leistungsniveau werden vollständig als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt.

Altersvorsorgezulage nach §§ 83 ff. EStG: Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge ("Riesterrente").

Ansparrücklage. Nach § 7g Abs. 3 Satz 5 EStG a.F. durften die am Bilanzstichtag insgesamt gebildeten Rücklagen je Betrieb des Steuerpflichtigen den Betrag von 154.000 Euro nicht übersteigen. Bei einem Existenzgründer beträgt der Höchstbetrag 307.000 Euro (§ 7g Abs. 7 Nr. 2 EStG a.F.). Die Rücklage darf 40 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des begünstigten Wirtschaftsgutes nicht überschreiten (§ 7g Abs. 3 Satz 2 EStG a.F.). Die Ansparabschreibung wurde durch den neuen Investitionsabzugsbetrag ersetzt und zwar für alle Wirtschaftsjahre, die nach dem 17.8.2007 enden.

Anteilveräußerung (Beteiligungsveräußerung). Die Beteiligungsgrenze des § 17 Abs. 1 EStG beträgt 1% innerhalb der letzten fünf Jahre. Der Freibetrag nach § 17 Abs. 3 EStG beträgt 9.060 Euro; die Abschmelzungsgrenze beträgt 36.100 Euro.

Arbeitgeberdarlehen (Mitarbeiterdarlehen, Personalkredit): Zinsvorteile für Darlehen sind als Sachbezüge nicht zu versteuern, wenn die Restsumme am Ende des Jahres 2.600 Euro nicht übersteigt. Zinsvorteile sind anzunehmen, soweit der Effektivzins für ein Darlehen 5% unterschreitet.

Arbeitgeberbewirtung (R 8.1 Abs. 8 Nr. 2 LStR): Arbeitgeberbewirtungen bei Dienstreisen oder sonstiger beruflicher Auswärtstätigkeit i. S. d. R 9.4 Abs. 2 LStR sind mit den Sachbezugswerten zu erfassen. Dies gilt nur, wenn der Wert der Mahlzeit 40 Euro (brutto) nicht überschreitet. Überschreitet er 40 Euro, so ist der tatsächliche Restaurantpreis als geldwerter Vorteil zu erfassen. In diesem Fall gilt die Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro.

Arbeitnehmer-Pauschbetrag (§ 9a Nr. 1 Buchst. a EStG) i.H.v. 920 Euro.

Arbeitnehmer-Sparzulage für vermögenswirksame Leistungen: 18 % von maximal 400 Euro bzw. bei Bausparverträgen 9 % von maximal 470 Euro.

Arbeitsessen sind bis zu einem Betrag von 40 Euro inkl. MwSt. kein Arbeitslohn.

Arbeitszimmer, häusliches: Nach dem Steueränderungsgesetz 2007 ist nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG der Betriebsausgaben- bzw. Werbungskostenabzug 2007 nur noch dann zulässig, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet.

Aufmerksamkeiten sind bis zu einem Betrag von 40 Euro kein Arbeitslohn.

Ausbildungsfreibetrag nach § 33a Abs. 2 EStG11 = 924 Euro.

Ausbildungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG12 bis zu 4.000 Euro.

Die Auslandseinkünfte bei beschränkter bzw. unbeschränkter Einkommensteuerpflicht i.S.d. § 1 Abs. 3 EStG dürfen nicht mehr als 6.136 Euro betragen.

Bauabzugsteuer: Der Steuerabzug muss nicht vorgenommen werden, wenn die Gegenleistung bei Leistungsempfängern, die ausschließlich steuerfreie Umsätze nach § 4 Nr. 12 Satz 1 UStG ausführen, 15.000 Euro im Kalenderjahr, in den übrigen Fällen 5.000 Euro nicht übersteigt (§ 48 Abs. 2 Nr. 1 und 2 EStG).

Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden (§ 10f EStG). Die jeweiligen Aufwendungen können zehn Jahre lang bis zu 9 Prozent wie Sonderausgaben abgezogen werden.

Begrenztes Realsplitting, siehe unter Ehescheidung.

Behinderten-Pauschbeträge nach § 33b Abs. 1 bis 3 EStG zwischen 310 Euro und 3.700 Euro.

Beiträge des Arbeitgebers zu Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen sind nach § 3 Nr. 63 EStG bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei; zusätzlich wird ein Höchstbetrag bis zu 1.800 Euro gewährt.

Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung beträgt 2008 für Arbeiter und Angestellte jährlich 63.600 Euro, monatlich 5.300 Euro, in den neuen Bundesländern jährlich 54.000 Euro, monatlich 4.500 Euro, in der knappschaftlichen Rentenversicherung für Arbeiter und Angestellte jährlich 78.600 Euro, monatlich 6.550 Euro, in den neuen Bundesländern jährlich 66.600 Euro, monatlich 5.550 Euro.

Beschäftigung einer Haushaltshilfe (Behinderte) nach § 33a Abs. 3 EStG11: 624 Euro bzw. 924 Euro.

Betreuungsfreibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG für Ledige 1.080 Euro bzw. für Verheiratete 2.160 Euro.

Betrieblicher Pkw (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG; BMF in BStBl 2002 I S. 148): Der Wert der Nutzungsentnahme für die private Nutzung eines Kraftfahrzeuges beträgt 1 % des Listenpreises zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen monatlich. Der Listenpreis ist auf volle 100 Euro nach unten abzurunden. Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen ist über ein Fahrtenbuch möglich (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3 EStG18). Ab 1.1.2006 gilt dies nur noch, wenn das Fahrzeug zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird. (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 4 EStG18). Nimmt der Unternehmer die Fahrtenbuchlösung in Anspruch, so ist von nach den amtlichen AfA-Tabellen im Regelfall bei der AfA von einer 5-jährigen Nutzungsdauer (20 % der Anschaffungskosten) auszugehen.

Betriebsausgabenpauschale: Bei hauptberuflicher selbstständiger schriftstellerischer oder journalistischer Tätigkeit können 30% der Betriebseinnahmen, höchstens 2.455 Euro jährlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Bei wissenschaftlicher, künstlerischer oder schriftstellerischer Nebentätigkeit (auch Vortrags-, Lehr- und Prüfungstätigkeit), die nicht unter § 3 Nr. 26 EStG fällt, können 25% der Betriebseinnahmen, höchstens 614 Euro jährlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Betriebsveranstaltungen: Betriebsveranstaltungen sind auch Veranstaltungen, die nur für solche Arbeitnehmer durchgeführt werden, die bereits im Unternehmen ein rundes (10-, 20-, 25-, 30-, 40-, 50-, 60-jähriges Arbeitnehmerjubiläum gefeiert haben oder in Verbindung mit der Betriebsveranstaltung feiern (Jubilarfeiern). Der Annahme eines 40-, 50-, 60-jährigen Arbeitnehmerjubiläums steht nicht entgegen, wenn die Feier zu einem Zeitpunkt stattfindet, der höchstens 5 Jahre vor den bezeichneten Jubiläumsdienstzeiten liegt (R 19.2 Abs. 4 Satz 2 LStR). Die Bruttoaufwendungen je Arbeitnehmer sind bis insgesamt 110 Euro je Veranstaltung steuerfrei. Bis 110 Euro einschließlich Umsatzsteuer keine Prüfung der Üblichkeit (R 19.3 Abs. 2 Nr. 3 LStR). Als Arbeitslohn sind nicht anzusehen übliche Sachleistungen des Arbeitgebers aus Anlass der Diensteinführung, eines Amts- oder Funktionswechsels, der Ehrung eines einzelnen Jubilars, eines runden Geburtstages eines Arbeitnehmers oder der Verabschiedung eines Arbeitnehmers; betragen die Aufwendungen einschließlich Umsatzsteuer mehr als 110 Euro je teilnehmender Person, so sind die Aufwendungen dem Arbeitslohn des geehrten Arbeitnehmers hinzuzurechnen. Auch Geschenke bis zu 40 Euro sind in die 110-Euro-Grenze einzubeziehen.

Betriebsveräußerung: Der Freibetrag beträgt 45.000 Euro (§ 16 Abs. 4 EStG). Voraussetzung ist, der Steuerpflichtige hat das 55. Lebensjahr vollendet oder ist dauernd berufsunfähig im sozialversicherungsrechtlichen Sinn. Die Abschmelzungsgrenze beträgt 136.000 Euro.

Bewirtungskosten i.S.d. § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG. Der abzugsfähige Teil beträgt 70%.

Ehescheidung: Unterhaltsleistungen können nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG12 bis maximal 13.805 Euro als Sonderausgaben abgezogen werden.

Ehrenamtliche Tätigkeiten (§ 3 Nr. 26a EStG): steuerfrei bis 500 Euro pro Jahr.

Einkommensteuer-Vorauszahlungen. Einkommensteuervorauszahlungen sind nur festzusetzen, wenn sie mindestens 200 Euro im Kalenderjahr und mindestens 50 Euro für einen Vorauszahlungszeitpunkt betragen (§ 37 Abs. 5 EStG). Eine nachträgliche Erhöhung von Vorauszahlungen für einen bereits abgelaufenen Veranlagungszeitraum muss mindestens 2.500 Euro betragen. Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen werden nach § 37 Abs. 3 EStG nur berücksichtigt, wenn sie 600 Euro übersteigen.

Einkunftsgrenze für Kinder nach § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG i.H.v. 7.680 Euro.

Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) beträgt 0,30 Euro pro Entfernungskilometer (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG).

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gem. § 24b EStG i.H.v. 1.308 Euro.

Entnahmen (BMF in BStBl 2008 I S. 3 und in BStBl 2007 I S. 67) Pauschale Verbuchung von Warenentnahmen (Sachentnahmen).

Erholungsbeihilfen. Nach § 40 Abs. 2 Nr. 3 EStG kann die Lohnsteuer mit 25 Prozent pauschal erhoben werden, wenn die Erholungsbeihilfen 156 Euro für den Arbeitnehmer, 104 Euro für dessen Ehegatten und 52 Euro für jedes Kind nicht übersteigen.

Fahrtkosten behinderter Menschen. Ein höherer Aufwand als 0,30 Euro/km gilt als unangemessen und wird im Rahmen von § 33 EStG nicht berücksichtigt.

Fehlgeldentschädigungen gehören bis zu 16 Euro im Monat nicht zum Arbeitslohn.

Firmenwagen (§ 8 Abs. 2 Satz 2 EStG und § 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 2 und 3 EStG18; R 8.1 Abs. 9 Nr. 1 LStR) Der Wert des Sachbezuges des Arbeitnehmers beträgt 1 % des Bruttolistenpreises und der Kosten von Sonderausstattungen monatlich. Wird das Fahrzeug auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt, erhöht sich der Wert des Sachbezuges für jeden Kalendermonat um 0,03 % des Listenpreises für jeden Entfernungskilometer. Wird das Fahrzeug zu Heimfahrten bei doppelter Haushaltsführung benutzt, erhöht sich der Wert um 0,002 % des Listenpreises je Fahrt. (R 8.1 Abs. 9 Nr. 1 Satz 6 LStR) Listenpreis ist - auch bei gebraucht erworbenen oder geleasten Fahrzeugen - die auf volle 100 Euro abgerundete Preisempfehlung des Herstellers im Zeitpunkt der Erstzulassung. (§ 8 Abs. 2 Satz 4 EStG; R 8.1 Abs. 9 Nr. 2 bis Nr. 4 LStR) Nachweis der tatsächlichen Aufwen-dungen durch Fahrtenbuch möglich. In diesem Fall kann, falls eine genauere Erfassung des Nutzungswertes nicht möglich ist, der Erhebung der LSt monatlich 1/12 des Vorjahresbetrages zugrunde gelegt werden. (BFH in BStBl 2006 II S. 368) Nimmt der Arbeitnehmer bei der Bewertung des Sachbezuges die Fahrtenbuch-Lösung in Anspruch, so ist bei der Absetzung für Abnutzung beim PKW im Regelfall von einer 8-jährigen Nutzungsdauer (12,5 % der Anschaffungskosten) auszugehen, obwohl die Finanzverwaltung in den amtlichen AfA-Tabellen für Unternehmer im Regelfall von einer AfA von 5 % (20 % der Anschaffungskosten) ausgeht.

Förderung der Allgemeinheit (Vereine): Die Förderung der Allgemeinheit i.S.d. § 52 Abs. 1 AO ist anzunehmen, wenn

die Mitgliedsbeiträge und Mitgliedsumlagen zusammen im Durchschnitt 1.023 Euro je Mitglied und Jahr und

die Aufnahmegebühren für die im Jahr aufgenommenen Mitglieder im Durchschnitt 1.534 Euro nicht übersteigen (AEAO zu § 52 Nr. 1.1).

Die Investitionsumlage des Vereins darf höchstens 5.113 Euro innerhalb von zehn Jahren je Mitglied betragen.

Geringfügige Beschäftigung. Der Arbeitslohn darf 400 Euro im Monat durchschnittlich nicht übersteigen (mehr...29; siehe auch Kurzfristige Beschäftigung).

Geringfügiges Vermögen einer unterstützten Person nach § 33a Abs. 1 EStG. Das geringfügige Vermögen beträgt 15.500 Euro (R 33a.1 Abs. 2 EStR).

Geringwertige Wirtschaftsgüter (§ 6 Abs. 2 a EStG n.F.)
für Gewinneinkünfte: Der Höchstbetrag beträgt 150 Euro, kein Wahlrecht mehr. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 Euro aber nicht mehr als 1.000 Euro erfolgt zwingend die Bildung eines Sammelpostens mit 5-jähriger Abschreibungsdauer, gilt für Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2007 angeschafft, hergestellt oder ins Betriebsvermögen eingelegt werden (§ 52 Abs. 1 und § 52 Abs. 16 Satz 17 EStG).
für Überschusseinkünfte (§ 6 Abs. 2 EStG n.F.): Höchstbetrag: 150 Euro (netto), kein Wahlrecht mehr.

Geschenke i.S.d. § 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG; die Freigrenze pro Empfänger im Wirtschaftsjahr beträgt 35 Euro netto.

Geschenke von geringem Wert sind als Wertabgaben nicht steuerbar, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger im Kalenderjahr zugewendeten Gegenstände insgesamt 40 Euro (ohne USt.) nicht übersteigen (§ 3 Abs. 1b Nr. 3 UStG; Abschn. 24b Abs. 8 UStR).

Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben gem. § 23 Abs. 3 Satz 6 EStG steuerfrei, wenn sie weniger als 512 Euro (Freigrenze) im Kalenderjahr betragen.

Grundfreibetrag beträgt gemäß § 32a EStG 7.664 Euro. Durch das Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland (Konjunkturpaket II) wird der Grundfreibetrag ab 2009 auf 7.834 Euro und ab 2010 auf 8.004 Euro erhöht.

Grundstücksteile von untergeordnetem Wert. Eigenbetrieblich genutzte Grundstücksteile brauchen nicht als Betriebsvermögen behandelt zu werden, wenn der Wert dieses Teils weder mehr als 1/5 des gemeinen Wertes des ganzen Grundstückes noch mehr als 20.500 Euro beträgt (§ 8 EStDV; R 4.2 Abs. 8 EStR).

Härteausgleich nach § 46 Abs. 5 EStG und § 70 EStDV beträgt 410 Euro, d. h. bis zu 410 Euro dürfen "nebenbei" verdient werden, ohne dafür Steuern zu zahlen.

Haushaltsersparnis. Wird bei einer Heimunterbringung wegen Pflegebedürftigkeit der private Haushalt aufgelöst, ist die Haushaltsersparnis mit dem in § 33a Abs. 1 Satz 1 EStG11 genannten Höchstbetrag (7.680 Euro) der abziehbaren Aufwendungen anzusetzen (siehe Heim- und Pflegeaufwendungen).

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse gem. § 35a Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG. Die Steuerermäßigung beträgt

bei geringfügig Beschäftigten 10% der Aufwendungen, höchstens 510 Euro,

bei anderen haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen 12% der Aufwendungen, höchstens 2.400 Euro.

Haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a Abs. 2 EStG. Die Steuerermäßigung beträgt 20% der Aufwendungen, höchstens 600 Euro.

Heim- bzw. Pflegeaufwendungen nach § 33a Abs. 3 Satz 2 EStG betragen 624 Euro bzw. 924 Euro (siehe auch Haushaltsersparnis).

Herstellungsaufwand bei Gebäuden. Betragen die Aufwendungen nach Fertigstellung eines Gebäudes für die einzelne Baumaßnahme nicht mehr als 4.000 Euro (Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer) je Gebäude, ist auf Antrag dieser Aufwand stets als Erhaltungsaufwand zu behandeln.

Hinterbliebenen-Pauschbetrag nach § 33b Abs. 4 EStG beträgt 370 Euro.

Investitionsabzugsbeträge: Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 17.8.2007 enden, ist § 7g Abs. 1 bis 4 und 7 EStG i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.8.2007 anzuwenden. Die Summe der Investitionsabzugsbeträge darf im Wirtschaftsjahr des Abzugs und in den drei vorangegangenen 200.000 Euro nicht übersteigen.

Das Betriebsvermögen zum Schluss des Wirtschaftsjahres, in welchem der Abzug vorgenommen wird, darf nicht mehr als 235.000 Euro betragen. Durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung werden die Größenmerkmale 2009 und 2010 erhöht (§ 52 Abs. 23 EStG n.F.). Dabei wird der Betrag von 235.000 Euro auf 335.000 Euro angehoben.

Bei Betrieben, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, darf der Gewinn 100.000 Euro nicht überschreiten. In den Jahren 2009 und 2010 beträgt die Grenze 200.000 Euro.

Durch das Konjunkturpaket wird die degressive Abschreibung wieder eingeführt. Danach ist die degressive AfA für Wirtschaftsgüter, die in den Jahren 2009 und 2010 hergestellt oder angeschafft werden, wieder möglich.

Bei beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2008 und vor dem 1.1.2011 angeschafft oder hergestellt werden, kann eine degressive AfA von 25 %, höchstens das Zweieinhalbfache der linearen AfA, geltend gemacht werden. Es ist ein Wechsel von der degressiven zur linearen AfA zulässig.

Kapitalertragsteuer. Für Kapitalerträge i.S.d. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG ist die KapESt nicht zu erheben, wenn die Kapitalerträge im Kalenderjahr nur einmal gutgeschrieben werden und 10 Euro nicht übersteigen.

Kilometerpauschale:

Kraftwagen: 0,30 Euro je Fahrtkilometer,

Motorrad oder einem Motorroller: 0,13 Euro je Fahrtkilometer,

Moped oder Mofa: 0,08 Euro je Fahrtkilometer,

Fahrrad: 0,05 Euro je Fahrtkilometer.

Für jede Person, die aus beruflichen Gründen mitgenommen wird, erhöht sich der Kilometersatz bei Kfz um 0,02 Euro und der bei Motorrädern um 0,01 Euro (siehe Entfernungspauschale).

Kinderbetreuungskosten nach § 33c EStG, soweit sie je Kind 1.548 Euro übersteigen. Der abzuziehende Betrag beträgt pro Kind maximal 1.500 Euro.

Kinderfreibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG von 1.824 Euro je Ehegatte, bei Zusammenveranlagung 3.648 Euro.

Kindergeld nach § 66 EStG für das erste und zweite Kind jeweils 184 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und für jedes weitere Kind jeweils 215 Euro monatlich.

Kurzfristige Beschäftigung: Nach § 40a Abs. 1 EStG kann die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25% erhoben werden. Die Dauer der Beschäftigung darf 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigen und der Arbeitslohn darf während der Beschäftigungsdauer 62 Euro durchschnittlich nicht übersteigen. Stundenlohngrenze ist 12 Euro (siehe auch Geringfügige Beschäftigung).

Land- und forstwirtschaftlicher Freibetrag gem. § 13 Abs. 3 EStG: 670 Euro.

Lohnsteuerpauschalierung:
Pauschsteuersatz von 25 % (§ 40 Abs. 2 Satz 1 EStG):
+ für unentgeltliche und verbilligte Mahlzeiten im Betrieb, Arbeitslohn aus Anlass von Betriebsveranstaltungen;
+ für Erholungsbeihilfen, wenn diese im Jahr für den Arbeitnehmer 156 Euro, für seinen Ehegatten 104 Euro, für jedes Kind 52 Euro nicht übersteigen;
+ bei Vergütungen für Verpflegungsmehraufwendungen (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 Satz 2 bis 4 EStG), soweit diese die dort genannten Pauschbeträge nicht um mehr als 100 % übersteigen;
+ für Arbeitnehmern zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn unentgeltlich oder verbilligt übereignete PC, Zubehör und Internetzugang.
Pauschsteuersatz von 15 % (§ 40 Abs. 2 Satz 2 EStG):
+ für Sachbezüge in Form der unentgeltlichen oder verbilligten Beförderung eines Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, sowie für Zuschüsse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, soweit diese Bezüge den Betrag nicht übersteigen, den der Arbeitnehmer wie Werbungskosten abziehen könnte.

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (R 40.2 Abs. 5 LStR): Die pauschale LSt kann mit einem Pauschsteuersatz von 15 % des nach R 8.1 Nr. 9 LStR ermittelten Nutzungswertes der unentgeltlichen oder teilunentgeltlichen Überlassung eines Kfz erhoben werden:

bei behinderten Arbeitnehmern i.S.v. § 9 Abs. 2 EStG in vollem Umfang,

ab 1.1.2005 bei allen anderen Arbeitnehmern bis zur Höhe der Entfernungspauschale. Dabei kann unterstellt werden, dass das Kfz an 15 Arbeitstagen zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzt wird.

Für den Ersatz von Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Fahrkostenzuschüsse):

bei behinderten Arbeitnehmern i.S.v. § 9 Abs. 2 EStG24 in vollem Umfang,

bei allen anderen Arbeitnehmern bei Benutzung eines eigenen oder zur Nutzung überlassenen Kfz die Aufwendungen des Arbeitnehmers in Höhe der Entfernungspauschale,

bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen,

bei der Benutzung anderer Verkehrsmittel in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen des Arbeitnehmers.

Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien (§ 34g EStG): 50% der Ausgaben, höchstens jeweils 825 Euro, bei Zusammenveranlagung 1.650 Euro sind als echte Steuerermäßigung zu berücksichtigen. Der übersteigende Betrag ist gem. § 10b Abs. 2 EStG bis zu 1.650 Euro bzw. 3.300 Euro zu berücksichtigen.

Nebenberufliche Tätigkeit (§ 3 Nr. 26 EStG): Einnahmen sind ab 1.1.2007 bis zu 2.100 Euro im Jahr steuerfrei. Eine Nebentätigkeit liegt nur vor, wenn sie nicht mehr als 1/3 der Haupttätigkeit einer vergleichbaren Vollzeitkraft ausmacht (siehe Übungsleiterpauschale).

Pauschale Kilometersätze, siehe Kilometerpauschale.

Pauschalierungsgrenze des § 40 Abs. 1 Satz 3 EStG: Die Pauschalierung der Lohnsteuer ist ausgeschlossen, soweit der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer sonstige Bezüge von mehr als 1.000 Euro im Kalenderjahr gewährt (siehe auch Erholungsbeihilfen).

Pflegepauschbetrag gem. § 33b Abs. 6 EStG: 924 Euro.

Private Altersvorsorge, siehe Altersvorsorgeaufwendungen.

Rabattfreibetrag nach § 8 Abs. 3 EStG i.H.v. 1.080 Euro.

Sachbezüge (§ 8 Abs. 3 EStG27; R 8.2 Abs. 2 Satz 9 LStR): Bei der Einzelbewertung mit den üblichen Endpreisen am Abgabeort kann ein Abschlag von 4 Prozent des Endpreises vorgenommen werden.
(R 8.1 Abs. 2 Satz 9 LStR): Erhält ein Arbeitnehmer eine Ware oder Dienstleistung, die nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bewerten ist, kann sie mit 96 % des Endpreises bewertet werden, zu dem sie der Abgebende fremden Letzverbrauchern im allgemeinen Geschäftsverkehr anbietet.
(§ 8 Abs. 3 EStG): Rabattfreibetrag: 1.080 Euro.
(§ 8 Abs. 2 Satz 9 EStG): Freigrenze für Sachbezüge in Höhe von 44 Euro monatlich.
Sozialversicherungsentgeltverordnung 2007 (SvEV):
Bewertung folgender Mahlzeiten für 2007 bis 2010 (§ 2 Abs. 1 SvEV):

Tägliche Mahlzeiten 2007 2008 2009 2010
Frühstück 1,50 Euro 1,50 Euro 1,53 Euro 1,57 Euro
Mittagessen 2,67 Euro 2,67 Euro 2,73 Euro 2,80 Euro
Abendessen 2,67 Euro 2,67 Euro 2,73 Euro 2,80 Euro
Monatliche Mahlzeiten 2007 2008 2009 2010
Frühstück 45 Euro 45 Euro 46 Euro 47 Euro
Mittagessen 80 Euro 80 Euro 82 Euro 84 Euro
Abendessen 80 Euro 80 Euro 82 Euro 84 Euro
Der Sachbezugswert für freie Verpflegung beträgt in den alten und neuen Bundesländern ab 1.1.2010 215 Euro monatlich. Der Sachbezugswert für freie Unterkunft beträgt in den alten und neuen Bundesländern ab 1.1.2010 wie bisher 204 Euro monatlich. Damit steigt der Sachbezugswert für freie Unterkunft und Verpflegung ab 1.1.2010 von bisher 414 Euro auf 419 Euro monatlich.

Zur Verfügung gestellte Wohnung (§ 2 Abs. 4 SvEV): Freie Wohnung: Ortsüblicher Mietpreis. Ist die Ermittlung des ortsüblichen Mietpreises mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten verbunden, so kann die Wohnung mit 3,45 Euro/qm angesetzt werden, bei einfacher Ausstattung (ohne Sammelheizung oder ohne Bad/Dusche) mit 2,80 Euro/qm bzw. 2,72 Euro/qm.

Sachbezugsfreigrenze i.S.d. § 8 Abs. 2 EStG von monatlich 44 Euro.

Sachprämien von Dritten gem. § 3 Nr. 38 EStG i.H.v. 1.080 Euro.

Sachzuwendungen (§ 37 b EStG): Für betrieblich veranlasste Sachzuwendungen an Geschäftsfreunde und Arbeitnehmer des Zuwendenden besteht für diesen ab 1.1.2007 eine Pauschalierungsmöglichkeit. Der Steuersatz beträgt pauschal 30 % der angefallenen Aufwendungen einschließlich der Umsatzsteuer. Die Pauschalierung ist ausgeschlossen, wenn die einzelne Zuwendung je Wirtschaftsjahr und Empfänger 10.000 Euro übersteigt. In die Pauschalierungsregelung sind auch Sachgeschenke bis zur Freigrenze von 35 Euro einzubeziehen.

Schuldzinsenabzug nach § 4 Abs. 4a EStG bis mindestens 2.050 Euro.

Schutzwürdige Kulturgüter (§ 10g EStG). Die Aufwendungen können zehn Jahre lang bis zu 9% wie Sonderausgaben abgezogen werden.

Sonderausgabenpauschbetrag (§ 10c Abs. 1 EStG) 36 Euro/72 Euro bei Zusammenveranlagung und Ermittlung der tariflichen ESt nach § 32a Abs. 6 EStG.

Sonstige Bezüge (§ 39 c Abs. 5 EStG): Dritte i.S.v. § 38 Abs. 3 a EStG können ab 1.1.2004 die Lohnsteuer für sonstige Bezüge mit einem Pauschsteuersatz von 20 % erheben, wenn der Jahresarbeitslohn 10.000 Euro nicht übersteigt. Eine Lohnsteuerpauschalierung kommt in Betracht, soweit die sonstigen Bezüge je Arbeiter im Jahr nicht mehr als 1.000 Euro betragen (§ 40 Abs. 1 EStG).

Sonstige Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG: Die Freigrenze beträgt 256 Euro im Kalenderjahr.

Sparerfreibetrag gem. § 20 Abs. 4 EStG beträgt 750 Euro/1.500 Euro (siehe auch Werbungskostenpauschbeträge).

Sparer-Pauschbetrag gem. § 20 Abs. 9 EStG i.H.v. 801 Euro.
Der bisherige Sparer-Freibetrag von 750 Euro und der bisherige Werbungskostenpauschbetrag von 51 Euro gehen im Zuge der Unternehmensteuerreform in einem einheitlichen Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro auf. Für Ehegatten wird der gemeinsame Sparer-Pauschbetrag auf 1.602 Euro verdoppelt.

Steuerbegünstigte Zwecke (§ 10b und 34g EStG, § 9 KStG: Zur Förderung mildtätiger, kirchlicher, religiöser, wissenschaftlicher und als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke (§ 10b Abs. 1 Satz 1 und 2 EStG) sind bis 5% des Gesamtbetrags der Einkünfte oder 2 v.T. der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter abzugsfähig. Für kulturelle Zwecke erhöht sich der Vomhundertsatz von 5% um weitere 5%.

Überschreitet eine Einzelzuwendung von mindestens 25.565 Euro zur Förderung wissenschaftlicher, mildtätiger oder als besonders förderungswürdig anerkannter kultureller Zwecke diese Höchstsätze, ist sie im Rahmen der Höchstsätze im Veranlagungszeitraum der Zuwendung, im vorangegangenen und in den fünf folgenden Veranlagungszeiträumen abzuziehen (§ 10b Abs. 1 Satz 3 EStG, R 10b.3 Abs. 2 EStR). Nach dem BFH-Urteil vom 23.1.2002 bleibt bei der Berechnung des Höchstbetrags der abziehbaren Spenden nach § 10b Abs. 1 EStG aufgrund des Gesamtbetrags der Einkünfte das dem Steuerpflichtigen anteilig zuzurechnende Einkommen der Organgesellschaft außer Ansatz.

Tarifbegünstigung nicht entnommener Gewinne bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit von Einzelunternehmer und Mitunternehmern (§ 34a EStG) Thesaurierungssteuersatz: 28,25 %. Voraussetzung bei Mitunternehmern ist eine Mindestbeteiligungsquote von 10% oder ein Gewinnanteil von mehr als 10.000 Euro. Bei bestimmten Vorgängen wie spätere Entnahme oder Betriebsveräußerung erfolgt eine Nachversteuerung mit einem einheitlichen Steuersatz von 25% (§ 34a Abs. 4 und Abs. 6 EStG). Erstmalige Anwendung für den Veranlagungszeitraum 2008 (§ 52 Abs. 48 EStG).

Telekommunikationsaufwendungen. Beruflich veranlasste Aufwendungen können aus Vereinfachungsgründen ohne Einzelnachweis bis zu 20 % des Rechnungsbetrages, jedoch höchstens 20 Euro monatlich als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkannt werden. Möglich ist auch die Ermittlung eines monatlichen Durchschnittsbetrages, der sich aus den Rechnungen für einen repräsentativen Zeitraum von 3 Monaten ergibt.

Übernachtungskostenkürzung (R 9.7 Abs. 1 LStR) Sind bei einem Gesamtpreis der Hotelrechnung die Übernachtungs- und Verpflegungskosten nicht gesondert ausgewiesen, so ist der Gesamtpreis zur Übermittlung der Übernachtungskosten wie folgt zu kürzen:

für das Frühstück um 20 %

für ein Mittag- oder Abendessen um je 40 %

des für den Unterkunftsort maßgebenden Pauschbetrages für Verpflegungsmehraufwendungen.

Übernachtungskostenpauschale (§ 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG, § 9 A bs. 2 EStG) für Arbeitgeber-Erstattungen an Arbeitnehmer für Übernachtungen (Doppelte Haushaltführung) im Inland i.H.v. 20 Euro.

Übungsleiterpauschale gem. § 3 Nr. 26 EStG bis 2.100 Euro.

Unterhaltsaufwendungen gem. § 33a Abs. 1 EStG bis zu 7.680 Euro. Die unschädlichen Einkünfte und Bezüge der unterstützten Person dürfen 624 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Unterhaltsleistungen gem. § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG bis zu 13.805 Euro (siehe auch Ehescheidung).

Veräußerungsgewinne gem. § 16 Abs. 4 EStG (siehe Betriebsveräußerung).

Vermögensbeteiligungen an Arbeitnehmer gem. § 19a EStG, soweit der unentgeltliche oder verbilligte Sachbezug insgesamt 135 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigt.

Verpflegungsmehraufwendungen i.S.d. § 4 Abs. 5 Nr. 5 EStG bei tageweiser Abwesenheit von 24 Stunden betragen 24 Euro, von mindestens 14 Stunden 12 Euro, von mindestens 8 Stunden 6 Euro.

Versorgungs-Freibetrag: 40 % dieser Bezüge, höchstens 3.000 Euro (Versorgungsbeginn bis 2005. Bei einem Versorgungsbeginn im Jahr 2009 beträgt der Versorgungsfreibetrag 33,6 % der Versorgungsbezüge, maximal 2.520 Euro. Zusätzlich wird ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag i.H.v. 756 Eur im Kj. 2009 gewährt. Für einen Versorgungsbeginn im Kj. 2010 beträgt der Versorgungsfreibetrag 32 % der Versorgungsbezüge, maximal 2.400 Euro; der Zuschlag beträgt dann 720 Euro.

Voranmeldungszeitraum bei der Umsatzsteuer. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 6.136 Euro, ist der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum (§ 18 Abs. 2 Satz 2 UStG). Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 512 Euro, kann der Unternehmer von der Abgabe von Voranmeldungen und der Entrichtung von Vorauszahlungen befreit werden.

Vorsorgeaufwendungen. § 10 EStG unterscheidet zwischen Altersvorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG) und sonstigen Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG). Der Höchstbetrag der Altersvorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG) beträgt 20.000 Euro (bei zusammen veranlagten Ehegatten: 40.000 Euro). Ausgangspunkt für die Berechnung des Höchstbetrages sind bei Arbeitnehmern die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zuzüglich des steuerfreien Arbeitgeberanteiles (§ 3 Nr. 62 EStG). Die Summe ergibt die Altersvorsorgeaufwendungen. Überschreiten sie den Höchstbetrag von 20.000 Euro (Ehegatten: 40.000 Euro), ist dieser anzusetzen. Von dem niedrigeren Betrag waren im Jahr 2005 60% anzusetzen. Der Prozentsatz erhöht sich jährlich um 2% (2006: 62%, 2007: 64%, 2008: 66%), so dass im Jahr 2025 der vollständige Abzug der Sonderausgaben erreicht ist. Dieser Betrag ist um den steuerfreien Arbeitgeber-Anteil (§ 3 Nr. 62 EStG) zu kürzen.

Bei Selbstständigen erfolgt die Berücksichtigung für den Aufbau einer Altersversorgung nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG. Es gelten auch hier der Höchstbetrag von 20.000 Euro (40.000 Euro) oder der Ansatz der niedrigeren nachgewiesenen Aufwendungen, die mit den in § 10 Abs. 3 EStG genannten Prozentsätzen angesetzt werden.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG): Der Höchstbetrag beträgt für den Steuerpflichtigen 2.400 Euro. Hat er einen Anspruch auf Erstattung oder auf Übernahme der Krankenkosten usw. beträgt der Höchstbetrag 1.500 Euro.

Die Vorschrift des § 10 Abs. 4a EStG sieht eine Günstigerprüfung zwischen § 10 Abs. 3 und 4 EStG n.F. und § 10 Abs. 3 EStG a.F. vor. Dabei wird der Höchstbetrag für den Vorwegabzug nach § 10 Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. von 3.068 Euro bis zum Jahr 2019 auf 300 Euro abgeschmolzen.

Mit dem Bürgerentlastungsgesetz wird ab 2010 die Abzugsfähigkeit der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge komplett neu geregelt. Dadurch können ab 1.1.2010 Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung deutlich besser steuerlich geltend gemacht werden als bisher. Ab 2010 werden demnach alle Aufwendungen für eine Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung auf sozialhilferechtlich gewährleistetem Leistungsniveau vollständig als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt. Damit trägt das geplante Gesetz dem Urteil des BVerfG vom 13.2.2008 Rechnung.

Werbungskostenpauschbeträge (§ 9a EStG):

Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 Euro (§ 9a Nr. 1 Buchst. a EStG);

Pauschbetrag bei Versorgungsbezügen von 102 Euro (§ 9a Nr. 1 Buchst. b EStG);

Pauschbetrag bei Einnahmen aus Kapitalvermögen 51 Euro, bei Zusammenveranlagung 102 Euro (§ 9a Nr. 2 EStG);

Pauschbetrag bei Einnahmen i.S.d. § 22 Nr. 1, Nr. 1a und 5 EStG 102 Euro (§ 9a Nr. 3 EStG).

Zinsersparnisse bei Arbeitgeber-Darlehen: Die Freigrenze nach § 31 Abs. 8 LStR beträgt 2.600 Euro.

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