08. Oktober 2008 18:00

Unternehmen sollen Steuererklärungen ab 2011 elektronisch abgeben

von UWE ENGELMANN

Sämtliche Steuererklärungen von Unternehmen sollen vom Veranlagungsjahr 2011 an standardmäßig elektronisch an die Finanzbehörden übermittelt werden. Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Steuerverfahrens (BT.-Drs.: 16/10188) vor.

Bei "unbilligen Härten" sollen die Finanzämter allerdings auf eine elektronische Übermittlung verzichten können.

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für Wirtschaftsjahre ab 2011 in elektronischer Form übermittelt werden sollen. Entfallen soll der bisher übliche Papier-Fragebogen für die jährlich rund 880.000 neu gegründeten Unternehmen. Wenn sie ihre Tätigkeit aufnehmen, sollen sie die Finanzämter über steuerrelevante Verhältnisse elektronisch informieren.

Zudem sollen Steuererklärungen von Arbeitnehmern und anderen privaten Steuerzahlern vereinfacht werden. Das neue Verfahren, das sich an der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung ElsterLohn I orientiert, soll zunächst für Spendenquittungen, für die Bescheinigung vermögenswirksamer Leistungen (Anlage VL) und für Bescheinigungen für so genannte Riester-Verträge gelten, mittelfristig aber ausgebaut werden.

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