30. April 2007 12:10

Offenlegung von Jahresabschlüssen

von UWE ENGELMANN

Zum 1. Januar 2007 wurde das Verfahren zur Offenlegung der
Rechnungslegungsdaten, insbesondere der Jahresabschlüsse,
völlig neu geregelt.

Die Veränderungen betreffen insbesondere kleine und mittelgroße Gesellschaften. Während bislang eine sogenannte Hinterlegungs-bekanntmachung ausreichte, müssen für Jahresabschlüsse ab 2006 die Rechnungslegungsdaten im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt werden, d. h. dass im günstigsten Fall (kleine Kapitalgesellschaft) die Bilanz und ein verkürzter Anhang einzureichen sind.
Offenlegungspflichtig sind alle Kapitalgesellschaften, also GmbH, AG und in den meisten Fällen auch die GmbH & Co KG. Die Daten sind über das Internet weltweit für jedermann abrufbar. Somit können zukünftig Mitarbeiter, Lieferanten, Konkurrenten, Nachbarn und Verwandte auf die Rechnungslegungsdaten zugreifen.
Zusammen mit den verschärften Sanktionsmöglichkeiten bei Verletzungen der Offenlegungspflichten ist der Druck auf die Geschäftsführer enorm gewachsen. In der Vergangenheit haben bis zu 95% der Gesellschaften ihre Offenlegungspflichten missachtet. Jetzt gilt es bis zum Jahresende eine gemeinsame Offenlegungsstrategie zu entwickeln, da die Nicht-Veröffentlichung ebenso wie eine verspätete Veröffentlichung saftige Strafen nach sich ziehen. Das Ordnungsgeld liegt zwischen 2.500 Euro und 25.000 Euro.
Um künftige Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit der Offenlegung von Jahresabschlüssen zu vermeiden, empfiehlt sich sich eine rechtzeitige Auftragserteilung an Ihren Steuerberater.

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