13. Juli 2005 12:00

UStG: Kein ermäßigter Steuersatz für Besuch einer Sauna in einem Fitnessstudio

von UE

BFH, Urt. v. 12. 5. 2005, V R 54/02

Die Verabreichung eines Heilbads muss der Behandlung einer Krankheit oder einer anderen Gesundheitsstörung und damit dem Schutz der menschlichen Gesundheit dienen. Hiervon kann bei der Nutzung einer Sauna in einem Fitnessstudio regelmäßig keine Rede sein; sie dient regelmäßig lediglich dem allgemeinen Wohlbefinden (Abgrenzung zu Abschn. 171 Abs. 3 UStR 2005).
Der V. Senat des BFH führt in seiner Begründung unter Bezugnahme auf Abschn. 117 Abs. 3 UStR 2005 wörtlich aus: "Soweit die Finanzverwaltung die Auffassung vertreten sollte, dass ein Saunabad "seiner Art nach" allgemein Heilzwecken dient, auch wenn im Einzelfall kein bestimmter Heilzweck nachgewiesen wird, teilt der Senat diese Auffassung nicht." Man muss sich wohl darauf einstellen, dass sich die Besteuerungspraxis in diesem Bereich ändern wird. Davon nicht betroffen ist z. B. das Schwimmbad mit Sauna, weil insofern ein unmittelbar mit dem (ermäßigt besteuerten) Betrieb von Schwimmbädern verbundener Umsatz vorliegt.


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