11. September 2005 21:20

Urlaubsgeld in Waren- oder Dienstleistungsgutschein umwandeln

von UE

Immer mehr Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern anstatt Urlaubsgeld Warengutscheine an. Der Vorteil: Solche Warenlieferungen sind bis zu 1.080 EUR pro Jahr steuer- und abgabenfrei.

Urlaubsgeld, das in Geld an Arbeitnehmer ausbezahlt wird, unterliegt in voller Höhe der Lohnsteuer.

Bei Waren- oder Dienstleistungsgutscheinen gilt dagegen folgende Formel:
Zu versteuern sind stets die um vier Prozent geminderten Preise, zu denen die Waren und Dienstleistungen an fremde Endverbraucher abgegeben werden.

Besonders vorteilhaft ist, dass bei der Umwandlung von Urlaubsgeld in Gutscheine die Regelungen zum Belegschaftsrabatt greifen. Danach sind pro Jahr 1.080 EUR dieser Waren- oder Dienstleistungen steuer- und abgabenfrei.

Um profitieren zu können, ist jedoch Folgendes zu beachten:

Der Arbeitnehmer muss ausdrücklich auf einen Teil des Barlohns verzichten, damit sein Arbeitgeber ihm den Sachlohn begünstigt gewähren kann.

Der Arbeitnehmer darf kein vertragliches Wahlrecht besitzen, ob er Barlohn oder Warengutscheine möchte. Der Arbeitsvertrag ist dementsprechend anzupassen.

Tipp:
Enthält Ihr Arbeitsvertrag eine Klausel, nach der Sie ein Wahlrecht zwischen Urlaubsgeld und Warengutscheinen haben und akzeptiert das Finanzamt bei Umwandlung von Urlaubsgeld in Warengutscheine den Rabattfreibetrag von 1.080 EUR nicht, lohnt sich Gegenwehr. Dem Bundesfinanzhof liegt nämlich genau dieser Fall zur Entscheidung vor (BFH, VI R 6/05).

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